Die Verträglichkeit von Unternehmenskultur als prognostischer Faktor für den Erfolg horizontaler Kooperationen

Die Verträglichkeit von Unternehmenskultur als prognostischer Faktor für den Erfolg horizontaler Kooperationen

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Inhaltsangabe:Einleitung: In der Definition von Saint-Exupery wird Kultur als historisch gewachsene und sich weiter entwickelndes a€žRegelwerka€œ verstanden, das fA¼r den Einzelnen, der mit diesen Glauben, Gewohnheiten und Erkenntnissen vertraut ist, selbstverstAcndlich ist. Eine abstrakte Definition fAcllt schwer, da entweder die AcuAŸerlichen PhAcnomene aufgezAchlt werden, oder das beschrieben wird, was Kultur nicht bedeutet. Kultur entsteht in einem sozialen System und bildet ein kognitives und normatives Orientierungsmuster. In dieser sozialen Gemeinschaft sind Grundannahmen erfunden, entstanden oder entwickelt worden; die bewuAŸt oder unbewuAŸt an Mitglieder dieser Gemeinschaft weitergegeben werden, weil sie sich bewAchrt haben und sie daher als allgemeingA¼ltig verstanden werden. Als tradiertes System dient es der Beschreibung, ErklAcrung und Gestaltung des Kulturkreises, der regional verschieden sein kann. Der globale Wettbewerb fA¼hrt dazu, daAŸ Unternehmen mit fremden Kulturkreisen konfrontiert werden, deren Regeln aus der Sicht des eigenen KulturverstAcndnisses unter UmstAcnden als unlogisch und daher als schwer empfunden werden. Beispielsweise wird die westliche Kultur, zu der die europAcische und amerikanische Kultur gezAchlt werden kann, als dialektisch, konfrontierend und diskussionswillig gesehen. FA¼r die Mitglieder dieses Kulturkreises bewirken diese Aœberzeugungen tatkrAcftiger Dynamik, die sich zum Teil in SendungsbewuAŸtsein AcuAŸert. WAchrend im westlichen KulturverstAcndnis die Einzelleistung, die aus einer Idee entstanden ist, honoriert wird, ist fA¼r das japanische KulturverstAcndnis die Gruppenleistung als Summe vieler Einzelleistungen entscheidend. Die kollektive Bereitschaft, Ideen und Impulse anzuerkennen, aufzunehmen und durch Wiederholungen selbstverstAcndlich zu machen, hat die japanische Gesellschaft geprAcgt. Daher wird die japanische Kultur als harmoniedominierend und konsensstrebend empfunden. Die sorgfAcltige Pflege der menschlichen Beziehungen dient der Festigung der Gemeinschaft und hat zur Konsequenz, daAŸ grApAŸere Eingriffe in das Leben anderer eine umsichtige Vorbereitung erfordern. Ein Unternehmen wird von dem KulturverstAcndnis beeinfluAŸt, in dem es hauptsAcchlich tActig ist. Als soziales, produktives und autonomes System bildet und entwickelt dieses Unternehmen seine eigene Kultur und transferiert sie im Rahmen der Globalisierung in andere Kulturregionen. Unter Unternehmenskultur wird die lndividualitAct eines Unternehmens in bezug auf seine spezifischen, historisch entwickelten Denkschemata und ProblemlApsungsmuster verstanden. Das Unternehmen hat sie bei der BewAcltigung seiner Probleme externer Anpassung und interner Integration ausgebildet und sie damit zu GrundprAcmissen ihrer unternehmerischen AktivitActen gemacht. Neue Mitarbeitern wird diese Kultur weitergegeben, um ihnen einen im Sinne des Unternehmens korrekten Denk- und ProblemlApsungsansatz zu bieten. Im Zuge der dynamischen UmweltverAcnderungen gehen die Unternehmen verstAcrkt dazu A¼ber, miteinander auf den Gebieten zu kooperieren, auf denen sie meinen, daAŸ ihr Unternehmen eine Verbesserung erreichen mA¼AŸte. Dies geschieht. einerseits, um einen Zeitvorsprung vor der Konkurrenz, zu erhalten, andererseits, um damit Kosten zu sparen, die bei entsprechender Doppelarbeit oder Fehlentwicklungen entstehen wA¼rden. Das einzelne Unternehmen verfolgt mit der Kooperationen einen bestimmten Zweck. Dieser soll mit Hilfe von eigenem und fremden Wissen erreicht werden, und beide Seiten sollen von dem Ergebnis profitieren. Da Wissen zu den Eigenschaften gehAprt, aus denen ein Wettbewerbsvorteil entspringen kann, ist Vorsicht geboten. Es besteht die Gefahr, daAŸ der Kooperationspartner das unternehmensspezifische Wissen des eigenen Unternehmens gegen dasselbe einsetzt. Bei einer Kooperation sollte also vorher nicht nur der potentielle Partner A¼berprA¼ft, sondern auch die Dauer und das AusmaAŸ der Zusammenarbeit genau festgelegt werden. Es stellt sich die Frage, ob Unternehmen mit Achnlichen Unternehmenskulturen, d.h.: gleichen Schwerpunkten in den Denkschemata und ProblemlApsungsmustern, erfolgreicher kooperieren kApnnen als Unternehmen, die diese A„hnlichkeiten nicht haben. Um diese Problemstellung zu untersuchen, ist es wichtig, die grundlegenden Eigenschaften von Unternehmenskulturen herauszuarbeiten und daraufhin spezifische Kooperationen zwischen Unternehmen zu analysieren. Das angestrebte Ziel ist, zu belegen, inwieweit eine solche Analyse die strategische Entscheidung fA¼r oder gegen eine Kooperation mit einem anderen Unternehmen erleichtern kApnnte. Inhaltsverzeichnis: InhaltsverzeichnisI AbkA¼rzungsverzeichnisIII AbbildungsverzeichnisIV 1.Problemstellung1 2.Kooperationen als Reaktion auf den globalen Wettbewerb3 2.1Lockere ZusammenschlA¼sse3 2.2Strategische Allianzen4 2.2.1Zukaufspolitik aufgrund eines Lizenzerwerbs4 2.2.2Langfristige Existenzsicherung mit Hilfe von Joint Venture5 2.3Zusammenarbeit innerhalb eines Konzerns5 3.Bedeutung von unternehmensspezifischer Kultur6 3.1Unternehmenskultur im Gesamtzusammenhang6 3.2Probleme bei der Identifizierung von Kulturcharakteristika7 3.3Idealtypen der Unternehmenskultur8 3.3.1Machtkultur8 3.3.2Rollenkultur10 3.3.3Aufgabenkultur11 3.3.4Personenkultur13 3.4Praktische Relevanz der Unternehmenskulturtypplogien14 4.Dokumentationsanalyse15 4.1Beurteilungskriterien der Unternehmenskultur15 4.1.1SchlA¼sselfaktoren der Unternehmenskultur15 4.1.2Grundorientierungen der Unternehmenskultur16 4.2Hypothesenformulierung bei der Klassifizierung der Kulturtypen17 4.3PrioritActenanalyse der Unternehmenskulturen18 4.3.1Audi Konzern18 4.3.2BMW Konzern20 4.3.3Ford Motor Company21 4.3.4Honda Motor Co., Ltd.22 4.3.5Nissan Motor Co., Ltd.23 4.3.6Rover Group24 4.3.7Toyota Motor Corporation26 4.3.8VW Konzern27 5.Prognose der Erfolgsaussichten von Unternehmenskooperationen28 5.1Vertriebskooperation zwischen Ford und Nissan29 5.2AUTOEUROPA-Werk als Joint Venture zwischen Ford und VW30 5.3Aufteilung des Konzernanteils zwischen VW und Audi bei chinesischer Fertigungskooperation31 5.4Kooperation bei Lizenzproduktion zwischen Toyota und VW33 5.5Fertigungskooperation zwischen Monda und Rover34 5.6Aœbernahme von Rover durch BMW36 6.Auswirkungen fA¼r das unternehmerische AktivitActsfeld37 6.1Badge Engineering als Resultat verstAcrkter Kooperationspolitik38 6.2Schaffung einer Kooperationskultur39 7.AbschlieAŸende WA¼rdigung41 Literaturverzeichnis43Bei Toyota liegt eine Unternehmenskultur vor, die ihren Schwerpunkt bei der Aufgabenkultur hat. ... Vgl. PA¼tz (1993), S. 23, Sp. 2f 133 Im VW-GeschAcftsbericht wird zwar die verstAcrkte Kundenorientierung betont, aber die einzusetzendeanbsp;...


Title:Die Verträglichkeit von Unternehmenskultur als prognostischer Faktor für den Erfolg horizontaler Kooperationen
Author: Kim Wolfgang Hasenclever
Publisher:diplom.de - 1997-08-25
ISBN-13:

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